
| Homepage des Veranstalters: | www.jensgehtlaufen.de |
| Strecke: | Bochum, Gelsenkirchen, Essen, Wattenscheid, Bochum. |
| Wetter: | Sonne, blauer Himmel 15°C |
| Teilnehmer: | 1 + 1 Radbegleitung |
Das wird heute eine Kultur de Ruhr.
Ich hätte schwören können, dass der Zechenturm kurz vor der A40 Abfahrt Bochum-Stahlhausen, noch nie hier stand; ich sehe ihn zum ersten mal, obwohl ich das Autobahnstück seit über 20 Jahren kennen. Offensichtlich war ich blind, und das Interesse an der Kulturgeschichte des Ruhrgebietes sowie das fehlende Blattwerk an den Bäumen (es ist Februar) haben mir die Augen geöffnet.

Die Jahrhunderthalle Bochum.
Gemeinsam mit Thomas (auf dem Rad) soll es zum dritten mal laufend durchs Ruhrgebiet gehen. Diesmal von Bochum Innenstadt über die Erzbahntrasse hinauf zum Rhein-Herne-Kanal (Gelsenkirchen), zur Schurenbachhalde, dann wieder Richtung Essen, zum Kokerei- und Zechengelände Zollverein, und schliesslich an Wattenscheid vorbei zurück zum Ausgangspunkt.

Erzbahnschwinge.
Thomas parkt den Wagen in der Nähe der Jahrhunderthalle in Bochum und baut sein Fahrrad zusammen. Gemeinsam geht es von hier aus über die futuristisch designte Erzbahnschwinge (Brücke) auf die Erzbahntrasse. Letztere ist eine ausgediente Bahntrasse, die zum Radweg umfunktioniert ist, und als "Höhenweg" (10-12 Meter) quer durch Landschaft und Wohngebiete verläuft. Sie verbindet über 9km den Westpark in Bochum mit dem Rhein-Herne-Kanal. Wir überqueren die A40 und der "neu entdeckte" Zechenturm entpuppte sich im vorbeilaufen als Zeche Carolinenglück zu unserer rechten. Links, wenige Meter Luftlinie entfernt die Zechensiedlungshäuschen - Mobilität hatte vor 150 Jahren eine andere Bedeutung; man wohnte auf Tuchfühlung mit dem Arbeitsplatz. Und wir mitten durch...

Gut dokumentierte Kulturgeschichte: Zeche Carolinenglück.
Weiter geht es gut ausgeschildert über eindrucksvolle Brückenkonstuktionen (1900-1930) vorbei an Bochum-Hordel mit Blick auf den Turm der Zeche Hannover und später Zeche Pluto-Wilhelm (Herne-Wanne). Der beidseitig bewaldete Trassendamm bildet im Sommer bestimmt einen grünen Tunnel - jetzt im Winter kann man auf wassergebundenen Wegen (keine Inliner!) die Siedlungen, die Gärten und die Reste der Schwerindustrie, und das was davon noch übrig geblieben ist, beobachten.


Zeche Pluto (?).
Die Erzbahntrasse verliert nach und nach an Höhe, unterquert die A42 und endet schliesslich am Hafen Grimberg am Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen. Zeit für ein paar Getränke und Riegel.
Das Wetter ist 1a, viel zu warm für Februar, aber mit
15°C optimal zum laufen. Der Radweg am Kanal führt uns vorbei am Petrolhafen
Gelsenkirchen und schliesslich bis zum Gelände der
Zeche Nordstern, auf welches wir abbiegen. Ich mag diesen klaren, unverschnörkelten
Bauhaus-Stil, und darum muss der Förderturm erneut in
die Digital-Kamera.
Diesen Streckenabschnitt haben wir bereits im Sommer auf der Tour de Ruhrgebiet I erlebt, und wie damals kehren wir im Restaurant kurz für einen Michkaffee ein.

15 Minuten später - der Kaffee war jetzt nicht sooo toll - schwenken wir Richtung Halde Schurenbach, eine Mischung aus Steinhaufen, Aussichtspunkt und Kunstwerk, und nehmen den 45 Meter hohen Gipfel im Sturm.

Halde Schurenbach.
Obenauf ragt eine Stahlbramme in den Himmel, eine
Skulptur des amerikanischen Künstlers Richard Serra.
Als Abraumhalde des Steinkohlebergbaus in Essen überragt sie die Umgebung und bietet einen herrlichen
Ausblick auf das Ruhrgebiet: Das Oberhausener Gasometer, die Arena auf Schalke,
die Kokerei Zollverein Essen,
Zeche Prosper Haniel (aktiv), das Tetraeder an der A42, ... bei gutem Wetter kann man von Dortmund bis
Oberhausen, und von Bottrop bis Essen schauen, und heute ist fast blauer Himmel. Zur
Hoch-Zeit des Kohlebergbaus sollen hier mal bis zu 400 Zechen aktiv gewesen sein. Heute
erinnern nur noch wenige Industrie-Denkmäler entlang der Ruhr daran.
Viele der Industrie-Brachen sind renaturiert und begrünt.

Essen. Im Hintergrund ...

... Kokerei Zollverein.

Zechengelände Zollverein.
Weiter geht es quer durch Essener Wohnviertel zur Kokerei Zollverein und den wuchtigen Fördertürmen der Zeche Zollverein, die einmal die Keimzelle der Kohleförderung in der hiesigen Region gewesen sein soll. Wir biegen links und rechts ab, um ein paar Fotos zu machen, lichten dabei die Info-Tafeln ab, um daheim etwas über die geschichtlichen Hintergründe zu erfahren. Hier und jetzt will ich nur neben dem Rad weiterlaufen und nur die Bilder einer vergangenen Industrieepoche aufsaugen.


Zeche Zollverein.
Etwas später erklimmen wir in spiralförmig angelegten Wegen die Halde "Rheinelbe", die wie viele Highlights heute ein Teil der Route Industriekultur ist. Übrigens eine ideale Trainingsstrecke zur Vorbereitung auf Bergläufe in dieser doch eher flachen Region. Die Steigung ist ordentlich und wir sehen einen Läufer, der gleich mehrere bergauf/bergab Intervalle mit Zeitmessung macht.
Auch hier oben hat sich Kunst am Gipfel etabliert: Eine Steinskulptur. Diese im Rücken geniessen wir die
Sicht auf Wattenscheid, Zeche Holland und die zurückliegenden Strecken-Punkte.
Schliesslich folgen wir der Kray-Wanner-Bahntrasse, stossen wieder auf die Erzbahntrasse und gelangen schliesslich zu unserem Ausgangspunkt zurück.


Farbkombnationen a la Ruhrgebiet.
Fazit: Mit etwas Zeit, einer guten Radkarte und einem ortskundigen Führer macht das Ruhrgebiet auch im 3. Anlauf Spass. Für die ca. 50km (incl. Halden erklimmen und Abstecher für Fotos) braucht's bei einem 5:30-6:00er Schnitt plus Pausen gut 6 Stunden. Gut angelegte Zeit, an einem Winter-Samstag :-)

Fotos: Thomas und Jens.
Streng limitiertes, orig. Buff Multifunktionstuch mit hohem Poser-Faktor und nur für die Teilnehmer, Begleiter & Helfer der TTdR.
Mail-Order.
Der Trainigslauf auf der Bambinistrecke (100km).
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Markus Flick, Sieger TTdR2010.
Sieger wurde Markus Flick aus Ennepetal in einer Zeit von 27:48 Stunden. Ergebnisse TorTour de Ruhr
Schwarz - Was sonst?
2012er Ausgabe der TorTour-Shirts in Vorbereitung. Hoher Poserfaktor garantiert :-)
Oliver pellt sich Samstagmorgen um 5:45Uhr aus dem Bett, um zum Sonnenaufgang ein längeres Läufchen zu starten. Oliver Arndt's Gallery..
Album zum Trainings Ultra (48km) im Vorfeld der TorTour 2010.
Elke Streicher, Siegerin TTdR2008.
Siegerin wurde Elke Streicher aus Gerlingen im Schwabenland in einer Zeit von 33:42,06 Stunden.
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Album zum TorToürchen2011.
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Album zur TorTour2010.
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Album zur TorTour2008.
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Album zur TorTour2007.