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TorTour de Ruhr - 230km - Nonstop

Von der Quelle bei Winterberg bis zur Mündung in den Rhein bei Duisburg.

Weitere Touren im Ruhrgebiet

Dortmund - Oberhausen (55km) - 10. Juni 2006

OK, Uhrenvergleich - wir gehen jetzt rein!


Samstag, irgendwann vor 9:00 Uhr auf einem Parkplatz am Dortmunder Hafen: Als Ergebnis der vor Monaten auf einer Geburtstagsfeier (nüchtern!) eingestielten Aktion "Wir druchqueren das Ruhrgebiet, am Kanal entlang" stehen Ruhrgebiets-Experte Thomas, Laufkollege Rudi und ich neben Thomas' Fahrrad, und bepacken die Satteltaschen mit Getränken und Kleinigkeiten. Ohne Radbegleitung geht das nicht - höchstens mit Rucksack - denn auch wenn die Radwege entlang der Kanäle inzwischen gut ausgeschildert sind, Kioske, Tankstellen oder "Trinkhallen" gibt es keine unterwegs.

Tour de Ruhrgebiet
Vor dem Start.

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Noch keine 500 Meter weiter, aber schon 50 Jahre Geschichte hinter uns - Thomas erklärt das Ruhrgebiet.

Mit dem Krimi-Zitat-Klassiker "OK, Uhrenvergleich - wir gehen jetzt rein!" starten wir mit Blick auf die Hafenmeisterei, laufen um den Hafen nach Dortmund Huckarde an der Emscher entlang, die uns bis zum Rhein-Herne-Kanal führen soll. Die Radwege - meist wassergebundene Wege, leicht zu laufen - sind gottseidank leer an diesem Samstag-Vormittag.

Ein Hügel zur Linken ist ganz und gar nicht natürlich: Wie viele Erhebungen in der Nähe handelt es sich um eine Abraumhalde aus Zeiten der Kohle/Erz-Verarbeitung - Inzwischen ein Eldorado für Mountainbiker. Ohne Thomas würden wir nur einen Trainingsultra laufen, aber so gibt's gratis Geschichtsunterricht über die Kokerei in Dortmund, das Revier, die umgebauten Kulturdenkmäler, und wo heute was los ist im "Revier". Grün wohin das Auge blickt. Weiter laufen wir entlang der Emscher in Nord-Östliche Richtung.

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Die Emscher - da würden wir freiwillig auch nicht drin baden!

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Grün, Industrie, Grün.

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Optimaler Support.

Vorbei geht es an Dortmund Mengede nach Heinrichenburg auf den Rhein-Herne-Kanal zu, den wir nach Uhr geschätzten und durch Schilder bestätigten 15km erreichen. Tour de Ruhrgebiet Hier wird die Emscher als oder mittels Düker (von niederländisch "duiker", "Taucher") - quasi durch ein Rohrsystem - unter dem Kanal geführt. Wir wechseln von der dreckigen Emscher auf den sauberen Kanal und die Windrichtung auf West/Süd-West.

Seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts (Bauzeit 1906 - 1914, 1916 mit 7 Schleusen vollendet) ist der Rhein-Herne-Kanal einer der wichtigsten Transportwege (für Schiffe bis zu 1.350 t) des Ruhrgebiets. Er verläuft von Duisburg über Oberhausen und Herne nach Henrichenburg bei Datteln und mündet dort in den Dortmund-Ems-Kanal.

Dank der guten Wasserqualität ist er ein beliebtes Ausflugsziel für Badewütige und Angler - in den 60er Jahren auch bekannt als "Riviera des kleinen Mannes". Wie gesagt: "Trotz Schiffahrt"! Genug Geschichte ...

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Rhein-Herne-Kanal von oben ...

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... und aus der Nähe präsentiert.

Die Welt ist klein: Rudi trifft einen früheren Arbeitskollegen, der unseren Laufstil bewundet. Entweder ist er nicht vom Fach, oder wir sehen wirklich noch gut aus für diese Temperaturen. Ein Fahrradpulk wirbelt mächtig Staub auf. Es ist ein trockener, wenig beschatteter Weg entlang des Wassers. Hitze. Zum ersten mal füllen wir die Getränkeflaschen nach - am Ende werden wir die 6x1.5 + 1Fl. am Fahrrad = 10,5L Wasser locker verputzt haben. Wie gesagt: Ohne Thomas würde es nicht gehen.

Westwärts, vorbei an grünen Hügeln (ehemalige Mülldeponie), vorbei an unzähligen kleinen Häfen, u.a. auch einem Yachthafen, Umspannwerken, renaturierten Werksgeländen - Schlicht schön!

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Eine von zahlreichen Brückenkonstruktionen.

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Eine von zahlreichen Schleusen.

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Eines von zahlreichen Schiffen.

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Eine von zahlreichen Aussichten.

Links und rechts Sonnenanbeter entlang der Kanalwiesen, vereinzelt auch Schwimmer, die zwischen dem Schiffsverkehr hindurch kraulen. Besonders erstaunlich ist, wie schnell wir an den Ruhrgebietsorten vorbeisausen, die man ja größtenteils nur als Autobahnausfahrten kennt.

Vorbei an der ehemaligen Zeche Recklinghausen (Hochlarmark), einem Hafen Julia ;-), und schwups nach knapp 30 KM laufen wir in Herne Crange über einen leeren Platz wo sonst die berühmte Cranger Cirmes tagt. Heute steht hier nur ein Karibisches Cafe mit angehäuftem Sandstrand und Deko-Surfbrettern. Nicht gesehen, aber Luftlinie wenige Meter von uns entfernt, die ehemalige Zeche "Unser Fritz", dann der Hafen Grimberg. Zwischen Schalke Nord und Bismark verlaufen wir uns ein bisschen, finden aber rasch wieder auf den Radweg zurück.

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Bekannte Tankstellenkette.

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(Mir bis dato) unbekannte Petrolhäfen und Tanklager. Hier bei Gelsenkirchen.

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Bekannte Grünstreckenliebhaber.

Tour de Ruhrgebiet Industrie und Grünlandschaften, Kulturstätten und dicke Pötte, aber kein Ölfilm auf dem Wasser! Ein kontrastreiches Bild, dass das Ruhrgebiet abgibt. Nochmal kommen wir an einer Schleuse vorbei und gelangen schließlich bei KM 39 zum Nordsternpark, 1997 Austragungsort der Bundesgartenschau. Mit wahnsinnigen Brückenkonstruktionen durften sich die Architekten hier austoben. Siehe auch http://www.nordsternpark.info.

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Zeche Nordstern.

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Rastplatz für Zechbrüder.

Wir machen einen kurzen Abstecher zur Zeche Nordstern, einst nördlichste Zeche der Republik, und kehren ein. Wenig erinnert wirklich an die Lebens- und Arbeitsbedingungen die hier noch vor wenigen Jahrzehnten geherrscht haben müssen - von wegen "keine weisse Wäsche zum trocknen aufhängen". Einzig eine Kohlehalde, und der von ihr herübergewehte Staub, der am Wegesrand liegen geblieben ist, erinnern an diese Zeiten.

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Gigantische Maschinenungetüme.

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Trotz vieler Brücken nicht Venedig!

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Prosper-Haniel in Bottrop - den meisten Ultraläufern vom Bottropper 50KM-Lauf bekannt.

Gegen Nachmittag erreichen wir nach ca. 55KM schliesslich das Wahrzeichen von Oberhausens neuer Mitte - den Gasometer, lassen uns noch zu einem Finischer-Foto ablichten und fahren per Regional-Express zurück nach Dortmund.

Uhrenvergleich - ach egal ... Glück auf! :-)

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Gasometer mit ...

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... und ohne Expeditionsteam.

Fotos: Thomas und Jens.

TorTour de Ruhr mit











TTdR2010: 23 von 38 kamen durch


Markus Flick, Sieger TTdR2010.

Sieger wurde Markus Flick aus Ennepetal in einer Zeit von 27:48 Stunden. Ergebnisse TorTour de Ruhr

TorTour-Shirts


Schwarz - Was sonst?

2010er Ausgabe der TorTour-Shirts fertig. Hoher Poserfaktor garantiert :-) Siehe Aktuelles.

Ruhrinpressionen


Oliver's Diashow

Oliver pellt sich Samstagmorgen um 5:45Uhr aus dem Bett, um zum Sonnenaufgang ein längeres Läufchen zu starten. Oliver Arndt's Gallery..

3-Seen PreRace


Album zum Trainings Ultra (48km) im Vorfeld der TorTour 2010.

1/3'tel TorTour


Achim und sein Babyjogger

Achim hat die Ruhr mit seinem Babyjogger in 3 Etappen gemacht. Siehe Aktuelles.

Revier Sport zur TorTour

Die TTdR2010 wirft lange Schatten voraus: Die Sportzeitung Revier Sport berichtet in seiner Ausgabe 9/2009 "TorTour de Ruhr" auf 230 Kilometern.

8 von 17 kamen durch


Elke Streicher, Siegerin TTdR2008.

Siegerin wurde Elke Streicher aus Gerlingen im Schwabenland in einer Zeit von 33:42,06 Stunden. Zweiter und schnellster Mann war Mike Friedl mit 35:23:56 Stunden.

Bilder

Album zur TorTour2008.

Album zur TorTour2007.

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